Apulien

„Puer Apuliae“, so hieß der Stauferkönig Friedrich II mit Beinamen. Spüren wir auf Castel del Monte seiner Herrschaft nach. Weitläufige Ebenen, große Olivenhaine, bizarre Küsten, tiefblaues Meer, imposante Kathedralen und wehrhafte Burgen prägen den Zauber der Landschaft. Byzantinische Klöster, mittelalterliche Befestigungen und Kirchen, barocke Architektur, antike Skulpturen und griechische Theater wollen erkundet werden.

Termine & Details

Leistungen

Fahrt mit Luxusbus

Halbpension in 4****Hotels

LOGOS Reiseleitung

 

Termine

13.04.2019 - 20.04.2019

Preis

€ 1.069,- pro Person im Doppelzimmer

LOGOS Reisetipp

Herrliche Strände, Olivenhaine, beste Küche und Kultur satt - wie konnte es passieren, dass wir Apulien so lange nicht beachtet haben? Fahren Sie einfach hin, in den Süden Italiens.

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"Wir loben die gute alte Zeit, leben aber gern in der Gegenwart."
- Horaz -

Tagesplanung

1. Tag: Zu Besuch im 6. Jahrhundert

Abfahrt vom Grazer Hauptbahnhof um 6.00 Uhr über Klagenfurt - Udine - Mestre nach Pomposa. Die roma- nische Abtei mit der angeschlossenen Klosterkirche stellt einen ersten kulturellen Höhepunkt auf unserer Reise in den Süden Italiens dar. Die Abtei des Benediktiner-Ordens wurde ab Mitte des 9. Jhdt. gegründet. In Ravenna besuchen wir Sant’ Apollinare in Classe, ein Meisterwerk früher christlicher Bau- und Mosaikkunst in Italien. Die Mosaike aus dem 6. Jahrhundert in der Kirche San Vitale, sowie der Altar aus durchscheinendem Alabaster werden uns ebenso wie das Mausoleum der Galla Placidia in Erinnerung bleiben. Das Grabmal des Theoderich mit seiner, aus einem einzigen istrischen Kalksteinblock gehauenen Kuppel, erinnert sehr an syrische Vorbilder.

2. Tag: In der Republik San Marino

Besuch der Republik San Marino. Der Legende nach wurde die Republik im 4. Jahrhundert von verfolgten Christen aus Dalmatien, darunter auch einem Steinmetz namens Marinus, gegründet (Porta San Francesco, Piazza della Libertà, Palazzo Publico, Basilica etc.). Wir besuchen Áscoli Piceno im reizenden Trontotal: Auf der Piazza del Popolo mit dem Ratspalast aus dem 13. Jahrhundert können wir gemütlich einen Capuccino genießen, bevor wir die gotische Hallenkirche San Francesco sehen, an welche die zinnengekrönte Bogenhalle Loggia dei Mercanti angebaut ist. Sehenswert sind unter anderem auch der Dom Sant´ Emidio und das frühromanische Baptisterium, das zu den schönsten Taufkirchen im Staate Italien zählt. Fahrt nach Termoli.

3. Tag: Rund um den Gargano

Wir umrunden den Sporn Italiens. Das Promontorio del Gargano erhebt sich als Kalkblock direkt aus der Adria. Wir besuchen die malerischen Orte Peschici und Vieste, erfreuen uns an der schönen Küstenstraße mit herrlicher Aussicht und gelangen zum Monte Sant´ Angelo. Der Wallfahrtsort geht der Legende nach auf die Erscheinung des Erzengels Michael im 5. Jahrhundert zurück (Kirche mit Bronzetüren, Glockenturm, Grabmal des Langobardenkönigs Rothari). In San Giovanni Rotondo werden wir einiges über den kürzlich heilig gesprochenen Pater Pio erfahren. Besuch von Trani mit seiner an der Hafeneinfahrt stehenden Kathedrale und dem Stauferkastell. Die Kathedrale mit dem Bronzetor zählt zu den schönsten romanischen Kirchen Apuliens.

4. Tag: Ein Tag mit Friedrich II.

In Andria, einst Lieblingssitz des Puer Apuliae, sind seine zweite und dritte Gattin in der Krypta der Kathedrale begraben (Kathedrale, Sant’ Agostino mit herrlichem Portal) - Castel del Monte: Besuch des groß­artigsten Stauferschloss Italiens, welches um 1240 für Kaiser Friedrich II als Jagdschloss erbaut wurde und Umberto Eco als architektonische Vorlage seines Romans „Der Name der Rose“ diente. Der aus Quadrat und Kreis entwickelte Achtstern wurde von einigen Kunsthistorikern als Symbol der weltlichen und geistlichen Macht gedeutet, die Friedrich II für sich beanspruchte. In Altamura, einer noch teilweise von Mauern umgebenen Stadt befindet sich die, unter eben diesen, erbaute Kathedrale mit reich verziertem Portal, einer beachtlichen Kanzel und dem Bischofstuhl. In Matera stehen der Besuch des Doms und der Felsenkirche Santa Maria de Idris, sowie ein Spaziergang durch die Sassi (UNESCO Weltkulturerbe) mit den verlassenen Höhlenwohnungen und zum Aussichtspunkt auf dem Programm. Die Häuser wurden hier großteils in Stufen übereinander in den Kalktuff gehauen und es herrscht ein Gewirr von kleinen Mauern sowie von Treppen, Giebeln und Schornsteinen.

5. Tag: Zona dei Trulli

In Castellana besuchen wir die gleichnamigen Grotten, welche neben der Adelsberger Grotte bei Postojna (Slowenien) das bedeutendste Tropfsteinhöhlensystem Europas dar­stellt. Fahrt durch die Zona dei Trulli, ein etwa 1000 km2 großes Gebiet. Der Murge ist übersät von kleinen, runden, oft miteinander verbundenen Steinhäusern mit kegel­förmigen Dächern. Alberobello ist mit über 1000 dieser fremdartig wirkenden Stein­häuser und der in diesem Stil errichteten modernen Kirche Sant´ Antonio das Zentrum dieses Gebietes. Wir unternehmen einen Rundgang durch die Altstadt von Tarent, das im 8. Jhdt. v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet wurde. Im 4. Jhdt. v. Christus war es die mächtigste Stadt der „Magna Graecia“ (Dom, Kastell, Altstadt, Canale Navigabile, Neustadt). Metaponte ist das neben Tarent bedeutendste großgriechische Zentrum der Region. Gut erhalten ist vor allem der Hera-Tempel mit insgesamt 15 aufrechtstehenden Säulen. Die Stadt war einst ein Stützpunkt des sittlich-religiösen Bundes der Pythagoräer.

6. Tag: Florenz des Barock

Wir umrunden die Südspitze des italienischen Absatzes. Brindisi ist eine der wichtigsten Hafenstädte Italiens. Der Endpunkt der Via Appia wird noch heute durch eine Säule gekennzeichnet. In Lecce spiegeln der Domplatz mit seiner einheitlichen barocken Bebauung, die Fassade von Santa Croce und die Piazza Sant´ Oronzo den einstmaligen Reichtum der Stadt wider. Galatina ist für seine Kathedrale mit dem hervorragenden Freskenschmuck bekannt. Wahrscheinlich schuf Francesco d’Arezzo mit seiner Schule um 1450 diesen wunderbaren Zyklus. Über Gallípolli, der mittelalterlichen, auf einer Halbinsel gelegene Stadt mit ihren alten Häusern und Gassen, die idyllisch zum Hafen führen, geht es zur Südspitze des Stiefelabsatzes nach Maria di Leuca. Otranto besitzt in seiner Kathedrale einen beachtenswerten Mosaikboden und eine herrliche Krypta aus der Zeit um 1160.

7. Tag: Heiliger Nikolaus und Casa Santa

In Bari, das im Mittelalter einen wichtigen Stützpunkt für die Kreuzfahrer dargestellt hat, sind die sterblichen Überreste des heiligen Nikolaus von Myra (Kleinasien) beigesetzt. Stadtrundfahrt mit Besichtigungen: San Nicola, Alter Hafen, Kathedrale San Sabino, Universität, Rathaus, Castell. Wir erreichen Molfetta und bewundern die am Hafen der Duomo Vecchio stehende Kuppelkirche (frühromanischer Stil), die als bedeutendste seiner Art in Apulien gilt. Wir fahren über Foggia und Pescara nach Loreto: Stadtrundgang mit Besichtigung der Basilika, welche die „Casa Santa“ beherbergt. Loreto gilt seit dem 14. Jahrhundert nach Rom als bedeutendster Wallfahrtsort Italiens. Natürlich wird uns auch die gesamte Legende des Geburtshauses Marias nähergebracht.

8. Tag: Adeliger Prunk und Spätgotik

Fahrt nach Ferrara, eine der berühmtesten Städte der Poebene mit reicher und adeliger Vergangenheit. Stadtrundgang mit Besichtigungen: Castello Estense, Piazza Savonarola, Kathedrale, San Francesco, etc. Fahrt über Udine - Villach - Klagenfurt nach Graz mit Ankunft am Grazer Hauptbahnhof um ca. 20.00 Uhr.

 

Route

Graz - Klagenfurt - Pomposa - Ravenna - San Marino - Ancona - Peschici - Vieste - Monte San Angelo - Monopoli - Trani - Canosa - Castel del Monte - Andria - Altamura - Alberobello - Castellana Grotten - Tarent - Lecce - Otranto - Santa Maria di Leuca - Gallipolli - Oria - Metaponte - Matera - Bari - Loreto - Ferrara - Udine - Villach - Graz