Deutschland

Martin Luther, der am 10. November 1483 geborene und auf den darauffolgenden Tagesheiligen Martin getaufte Reformator, wollte als Augustiner-mönch und Theologieprofessor die Fehlentwicklungen in der katholischen Kirche beseitigen. Seine besondere Beachtung der Gnade Gottes, die Predigten und Schriften und vor allem die Lutherbibel entfalteten breite Wirkung, ausgehend von Deutschland über ganz Europa und in die gesamte Welt. Begeben Sie sich auf die Spuren Luthers, Melanchtons aber auch Lucas Cranachs und besuchen Sie die Ursprungsorte der Reformatio.



Termine & Details

Leistungen

Luxusbus

Halbpension in sehr guten Mittelklassehotels

ein Mittagsimbiss

ein Mittagessen

LOGOS Reiseleitung

Termine

25.08.2019 - 01.09.2019

Preis

€ 931,- pro Person

Luther - Tipp

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

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"Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen."
- Martin Luther -

Tagesplanung

1. Tag: Thüringens Wunder im Berg

Abfahrt um 6.00 Uhr am Hauptbahnhof Graz - Wels - Passau - Regensburg. Die Bischofsstadt liegt am nördlichsten Punkt der abwärts schiffbaren Donau. Mittagsimbiss in der mittelalterlichen geprägten Altstadt mit Geschlechtertürmen und Patrizierhäusern. Fahrt nach Saalfeld. Die Saalfelder Feengrotten stehen im Guinness-Buch der Rekorde als die „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“. Vor vielen Jahrhunderten fanden Bergleute ein gefragtes Gestein, den schwarzen Alaunschiefer. Im Laufe der Zeit verwandelte die Natur die unterirdischen Hohlräume in eine farben-prächtige Tropfsteinwelt, die jährlich tausende Besucher in ihren Bann zieht. Hier erfahren wir viel Interessantes über den einstigen Bergbau, das Leben der Bergleute sowie die Entstehung der heutigen Grotten. Fahrt nach Erfurt.

2. Tag: Die Anfänge des Reformators und das Herz deutscher Klassik

Erfurt und Martin Luther gehören untrennbar zusammen, man darf die Stadt geistige Heimat des Reformators nennen. Hier pulsierte das kirchliche Leben, hier war der einzige Ort in Mitteldeutschland, wo alle geistlichen Orden vertreten waren. Hier tat Luther den entscheidenden Schritt in der Hinwendung zu Theologie und Klosterleben. Wir besichtigen Augustinerkloster, Dom, Michaeliskirche, Collegium Maius - die Universität Luthers, Predigerkirche, Barfüßerkirche, Kaufmannskirche, Krämerbrücke, Fischmarkt etc. Ausflug nach Weimar, „Stadt der deutschen Klassik“ und Kultur-hauptstadt Europas 1999. Luther, Cranach, Bach, Wieland, Goethe, Herder und Schiller wurde hier eine Heimat gebot-en. Ein Rundgang führt uns zum Schloss mit der Schlosskirche, Herderplatz, Theaterplatz, Schiller- und Goethehaus, Lutherhof, Cranachhaus, Franziskanerkloster, St. Peter und Paul, Jakobskirche mit Friedhof etc. Fahrt nach Erfurt.

3. Tag: Ein Tag mit deutscher Geschichte

Ausflug nach Bad Frankenhausen zum Kyffhäuserdenkmal. Nach dem Tod Kaiser Wilhelms I. 1888 wurden viel-erorts repräsentative Denkmäler des Wilhelminismus zu Ehren des Verstorbenen errichtet, die die Entschlossenheit gegen äußere und innere Feinde zum Ausdruck bringen. Das auf 1722 m² oberhalb der Stadt erschaffene Panorama-Museum zeigt vielfältigste Szenen der Unruhen und Aufstände in Deutschland Mitte des 16. Jhdt. Die „Sixtina des Nordens“ - ein Gemälde der Superlative, das zum Staunen und Entdecken, zum Verweilen und Nachdenken, zum Innehalten und Träumen und zur Auseinandersetzung mit der Zeit der Reformation einlädt. Wir erreichen Eisleben, wo des Reformators Geburtshaus steht. Dieses sowie das Museum „Luther Sterbehaus“ sind Denkmäler bürgerlicher Lebensweise zur Zeit der Reformation und gehören seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Fahrt nach Erfurt.

4. Tag: Eisenach und Wartburg - Die "Liebe Stadt" und die Schutzhaft

Ausflug zur Wartburg, wo Luther sich, vom Kaiser geächtet und vom Papst gebannt, von 4. Mai 1521 bis 1. März 1522 verbarg und unerkannt unter kurfürstlichem Schutz als Junker Jörg lebte. In der Zeit seiner Schutzhaft lebte und arbeitete er in einem kargen Raum, der „Lutherstube“. Hier übersetzte er das Neue Testament aus dem griechischen Urtext und leistete damit auch einen entscheidenden Beitrag zur Herausbildung der deutschen Schriftsprache. In Eisenach hatte Luther die Lateinschule besucht. Er logierte als Gast bei der Patrizierfamilie Cotta, wo sich heute das Lutherhaus befindet. Als Luther 1498 erstmals nach Eisenach kam, beeindruckte ihn der Ort so sehr, dass er es später „meine liebe Stadt“ nannte (Altstadt, Nikolaitor und Nikolaikirche, Georgenkirche und -schule, Haus Cottas, Lutherdenkmal, Lutherhaus/ Cottahaus etc.). Besichtigung des Bachhauses mit Konzert und Fahrt zurück nach Erfurt.

5. Tag: Der Geburtsort des Reformators und die 95 Thesen

Es geht nach Wittenberg, 1180 erstmals erwähnt und seit 1938 amtlich Lutherstadt Wittenberg. Als Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug, wurde die Stadt zum Ausgangs-punkt der Reformation, mitgetragen von bekannten Persönlichkeiten wie Philipp Melanchton, Justus Jonas und Johann Bugenhagen, ebenso wie Lucas Cranach dem Älteren, einem der bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker der Renaissance, der aus seiner Sympathie für Luther und die Reformation kein Geheimnis machte. Fahrt nach Leipzig, das seine Bekanntheit traditionsreichen Verlagen, dem Gewandhausorchester, der Völkerschlacht des Jahres 1813, der Thomaskirche, in der sowohl Martin Luther als auch Johann Sebastian Bach wirkten, und wohl nicht zuletzt Auer-bachs Keller, in dem die Kellerszene aus Goethes Faust beheimatet ist, verdankt. Stadtrundfahrt zum Völkerschlachtdenkmal, zur Russischen Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil, zum Schillerhaus, in dem der Dichter 1785 die ersten Verse seiner „Ode an die Freude“ schrieb sowie zum Gohliser Schlösschen, dem einzigen Schlossbau in der Stadt.

6. Tag: Einstmalige Residenz der sächsischen Kurfürsten

Ein Spaziergang in Leipzig führt uns zur Thomaskirche, zum „Coffee Baum“, dem ältesten Kaffeehaus in Leipzig, zu Barthels Hof, dem letzten erhaltenen Messehof aus der Zeit rund um 1500, zum Alten Rathaus, zur Alten Handelsbörse mit dem Goethedenkmal davor, zur Mädlerpassage mit dem Meißner Porzellan-Glockenspiel und „Auerbachs Keller“, zur Nikolaikirche, bekannt durch die Friedensgebete, zum Augustusplatz mit Gewandhaus und Oper sowie zum monumental errichteten Hauptbahnhof. Torgau mit Schloss Hartenfels, die einstmalige nach Dresden bevorzugte Residenz der sächsischen Kurfürsten, liegt strategisch bedeutsam am Westufer der Elbe. Der Torgauer Bund, die Torgauer Artikel, der siebenjährige Krieg, die Aufführung der ersten deutschen Oper „Daphne“ und das Zusammentreffen des russischen Zaren Peter der Große mit dem deutschen Universalgelehrten G.W. Leibniz sind eng mit der Stadt verbunden. Führung durch die nach Luthers Plänen erbaute Schlosskirche und Spaziergang durch die Altstadt Torgaus (Kirche St. Marien mit Epitaph von Kathrina Luther, Katharinenstube, Torgauer Artikel etc.). Wir fahren nach Dresden.

7. Tag: In der sächsischen Residenzstaddt

Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wiederbelebt“. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem Ort.“ (J.W. Goethe). Dresden wurde historisch auch „Elbflorenz“ genannt, ursprünglich vor allem wegen seiner Kunstsammlungen. Maßgeblich trug dazu sowohl seine barocke und mediterran geprägte Architektur bei. Auch heute noch erwartet uns die Stadt mit einer einzigartigen Mischung aus weltberühmten Bauwerken und Kunstsammlungen, einer vitalen Kunstszene, und all das eingefasst von romantischen Naturschönheiten. Stadtrundfahrt mit Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Hofkirche, Fürstenzug, Königliches Schloss, Neues Palais Altmarkt, Zwinger, Brühl´sche Terrasse, Taschenbergpalais, Georgi-Dimitroff-Platz, Georgentor, Theaterplatz, Semperoper, Neues Rathaus, etc. Wir besuchen auch die nach der Zerstörung von 1945 wieder errichtete Frauenkirche, die als prachtvollstes Zeugnis protestantischen Sakralbaus gilt. Vor ihr befindet sich das berühmte Lutherdenkmal.

8. Tag: An jeder Ecke Spuren

Fahrt entlang der Elbschlösser (Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss, Schloss Eckberg) und über die „Blaue Brücke“ nach Pillnitz, dem von den sächsischen Fürsten bis 1918 als Lustschloss benutzten Palais, welches inmitten einer herrlichen Parkanlage liegt. Durch die liebliche, oftmals bizarre Landschaft der Sächsischen Schweiz, geprägt durch die Formationen des Elbsandsteingebirges und den Elbedurchbruch gelangen wir nach Prag. Die „Goldenen Stadt“ präsentiert sich in barocker Pracht und verbirgt abseits von Hradschin und Königsweg noch so manches Geheimnis in ihren stillen Winkeln und Gassen. Kurzer Rundgang vorbei am Strachov-Kloster und Maria Loreto zum Veitsdom auf dem Hradschin, von wo wir einen herrlichen Blick auf die Türme, Kuppeln, Brücken und Paläste der Altstadt werfen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen Rückfahrt über Gmünd und Zwettl nach Graz mit Ankunft um ca. 20.00 Uhr.

Route

Graz - Wels - Passau - Regensburg - Saalfeld - Erfurt - Weimar - Bad Frankenhausen - Kyffhäuserdenkmal - Eisleben - Eisenach - Wartburg - Wittenberg - Leipzig - Torgau - Dresden - Pillnitz - Sächsische Schweiz - Prag - Linz - Graz