Rom mit Florenz, Orvieto & Viterbo

500 Jahre Reformation. Diese ist nicht zu denken ohne den europäischen Zusammenhang, in den sie gestellt ist und auch nicht ohne die Erfahrungen, die Martin Luther selbst - nicht zuletzt auf seiner Italien-Reise von 1511 auf 1512 - gewonnen hat. Diese besondere Fahrt will an markanten Orten Luthers gut bezeugten Eindrücken und Erfahrungen nachgehen. Dabei fallen neue Blicke auf die meist verkannte Reformbereitschaft in Italien und auf die ebenfalls nur selten bekannt gemachte, europäische Vielfalt der Reformationsgeschichte.

Termine & Details

Leistungen

Luxusbus

Halbpension in 4****Hotels

Zahnradbahn Orvieto

Olivenöl- und Weinverkostung

LOGOS Reiseleitung

LOGOS Anmerkung

Im Jahre 1510 reiste Martin Luther mit anderen Ordensbrüdern nach Rom. Damit ging für ihn ein langersehnter  Wunsch in Erfüllung, seine Erwartungen waren hoch. Schon als er die heilige Stadt Rom aus der Ferne erblickte, warf er sich nieder. Er wollte die Gräber der Märtyrer besuchen und deren Reliquien verehren sowie die Pilatustreppe erklimmen und darauf beten. Alles in allem hatte er die Erwartung, gestärkt ins Kloster zurückzukehren.

"Wie man nicht wehren kann, daß einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, daß sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, daß sie in uns einwurzeln."
- Martin Luther -

Tagesplanung

1. Tag: Willkommen in Florenz

Abfahrt um 6.00 Uhr von Graz - Klagenfurt - Villach - Udine - Bologna - Florenz. Dort unternehmen wir erste Spaziergänge an die Hauptplätze der Stadt. Dabei verweilen wir am Gedenkstein für Girolamo Savonarola auf der Piazza Signoria. Gegen Abend Einkehr in der Kirche San Agostino, wo Luther als Augustiner Aufnahme gefunden hat und wo er auf dem Hauptaltar Michelangelos Erstlingswerk, das Kreuz in Holz, hat sehen können.

2. Tag: Kontroversgestalt trifft Kunstgenie

Streifzug durch die bedeutenden Kulturklöster der Dominikaner und Franziskaner in Florenz: Besonderes Augenmerk gilt hier dem Kloster San Marco, der einstigen Wirkstätte des Reformators Savanarola, Luthers erklärtem Vorbild. Wir sehen das Franziskanerkloster Santa Croce und Besuch der Casa Buonarotti, wo wir die hier aufbewahrten Werke Michelangelos sehen, den Palazzo Vecchio und die Medici-Gräber von Michelangelo unter der Neuen Sakristei von San Lorenzo. In der Accademia erwarten uns Michelangelos große Skulpturen. Wir sehen das Julius-Grab, machen einen Rundgang durch das Hospital Santa Maria Nuova, wo Luther sich 1512 einige Zeit kurieren lassen musste und des Dom-Museums, mit dem Pieta del Duomo von Michelangelo.

3. Tag: Zu Besuch im Mittelalter

Traum in Weiß in Sicht: der Dom von Orvieto, der mächtig auf dem Tuffsteinfelsen thront. Schweißtreibend war der Aufstieg früher für die Pilger, heute gelangen wir bequem per Standseilbahn ans Ziel. Oben angekom-men, widmen wir uns dem Dom und besonders der blendend weißen Fassade und Signorellis Fresken, die uns eindrucksvoll das Jüngste Gericht vor Augen führen und wo die, im Spätmittealter so folgenreiche Heiligblut-Verehrung anzutreffen ist. Fahrt nach Viterbo, Aufenthalt in der Altstadt sowie im Kloster Santa Chiara, von wo aus die Fürstin Vittoria Colonna die italienischen Reformkreise und vor allem auch Michelangelo inspirierte.

4. - 6. Tag: Besichtigungen in Rom

Zu Beginn unseres Aufenthaltes steht eine Einkehr im Augustinerkloster und in der Kirche von Santa Maria del Popolo, in der Luther während seiner römischen Wochen gewohnt hat, auf dem Programm. Bei unseren Er-kundungen folgen wir Luthers Wegen zu den Haupt- und Stationskirchen im Inneren der Stadt mit Aufenthalten in San Giovanni im Lateran und an der Heiligen Stiege sowie in Santa Croce und San Lorenzo. Es folgen weitere Besichtigungen in Rom: Piazza di Spagna, Fontana di Trevi, Pantheon, Santa Maria Sopra Minerva, Piazza Navona, San Clemente, Colosseum, Forum Romanum, Capitol. Auch Sankt Paul vor den Mauern und die Katakomben von San Sebastiano, welche vom Reformator besucht wurden, werden auf unserem Programm stehen. Wir besuchen den Vatikan mit seinen unzähligen Sehenswürdigkeiten, den Petersdom, der seine Form Bramante, Raffael und Michelangelo verdankt mit dessen Pietà und dem grandiosen Hochaltar. Die geniale Anlage des Petersplatzes von Bernini, die Papstgräber und die Kuppel von St. Peter beeindrucken uns. Möglichkeit zum Besuch der Vatikanischen Museen; diese beherbergen nicht nur die größte Antikensammlung der Erde, sondern auch die, von Perugino und Raffael ausgemalten Wohngemächer des Papstes Julius II, die Stanzen und die Sixtinische Kapelle mit Michelangelos Deckengemälden. Von den Museen aus schauen wir in die gepflegten Vatikanischen Gärten. Es besteht Möglichkeit zu einem halbtägigen Ausflug nach Tivoli, wo wir die Villa d’Este, wohl eine der schönsten Renaissanceschöpfungen ihrer Art sowie den Dom San Lorenzo besuchen und die Villa Gregoriana sehen. Einen Höhepunkt stellt die Be­sichtigung der Villa Adriana, die Prachtanlage des weit gereisten Kaisers Hadrian, in ihrer überaus reizvollen landschaftlichen Umgebung dar.

7. Tag: Abwechslungsreiche Begegnungen

Im Laufe unserer Tage in der italienischen Hauptstadt Rom werden wir von der Augustinerkirche Santa Maria del Popolo einen Spaziergang zu den, von der Theologie Luthers beeinflussten Hauptwerken Caravaggios unternehmen, die Kirche der Waldenser mit einer Begegnung eines Gemeindevertreters absolvieren, und uns auf dem Campo Fiori an Giordano Bruno, welcher an jener Stelle verbrannt wurde, erinnern. Wir brechen in Richtung Norden auf und werden an einer Olivenöl- und Weinverkostung in Chianciano Terme teilnehmen.

8. Tag: In der Geburtsstadt Savonarolas

Vorbei an Florenz und Bologna nach Ferrara, eine der berühmtesten Städte der Poebene mit reicher und adeliger Vergangen­heit. Im Zentrum der von Mauern umgeben Altstadt sticht insbesondere das Castello Estense hervor, eine viertürmige Wasserburg, die 1385 begonnen und nach 1554 teilweise erneuert wurde. Weitere Besichtigungen: Piazza Savonarola, Kathedrale, San Francesco etc. Gerade hier in der Geburtsstadt Savonarolas werden wir uns mit dem, von Luther geschätzten Wirken des Dominikaners und Bußpredigers auseinandersetzen. Rückfahrt über Udine - Klagenfurt nach Graz (Ankunft am Hauptbahnhof um ca. 20.00 Uhr).

Luthers Route 1510
Landkarte gesüdet 1500
Im Kreuzgang des Lateran

Route

Graz - Klagenfurt - Bologna - Florenz; Besichtigungen - Orvieto - Viterbo - Rom; Besichtigungen - Ferrara - Udine - Villach - Graz