Rumänien

Transsylvanien, das „Land jenseits der Wälder“, nannten die Ungarn das Gebiet westlich des Karpatenbogens, das unter König Stephan 1104 von den Dakern erobert wurde. Sie holten deutsche Siedler sowie den Deutschen Ritterorden ins Land. Die Sachsen bauten Städte mit Burg-befestigungen nach deutschem Vorbild und gaben dem Land den Namen Siebenbürgen. Im Gebiet der Bukowina um die Landschaft des Flusses Moldau stehen die kunsthistorisch bedeutendsten Schätze des Landes. Innerhalb von etwa 100 Jahren entstanden hier im 15. und 16. Jhdt. herrliche Außenfresken an den Klöstern als Gegenpol zu den islamischen Bauten der Osmanen, die Rumänien von 1460 bis 1829 beherrschten.

Termine & Details

Leistungen

Luxusbus

Halbpension in 4****Hotels

ein Mittagessen inklusive Getränke auf einem Bauernhof

ein Picknick

Folkloreabend

Eintritte

LOGOS Reiseleitung

Logos - Tipp

Sie fürchten sich vor Graf Dracula? Keine Angst - die rumänische Küche kennt hochwirksame Knoblauchgerichte.

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"Man braucht nicht klug zu sein, wenn der andere dumm ist."
- Sprichwort aus Rumänien -

Tagesplanung

1. Tag: Anreise durch Ungarn

Abfahrt vom Grazer Hauptbahnhof um 6.00 Uhr über Marburg nach Budapest, wo wir unsere Mittagsrast und einen kurzen Stadtbummel unternehmen. Fahrt durch die ungarische Tiefebene vorbei an Szolnok und Debrecen nach Arad.

2. Tag: An jeder Ecke Burgen

Arad kann dank seiner imposanten Bauwerke fast als Freilichtmuseum der Architektur des 18. und 19. Jhdt. bezeichnet werden: Barock, Klassizismus, Neogotik, Neorenaissance, Neobarock und Jugendstil wechseln einander in schöner Unregelmäßigkeit ab. Deva (Diemrich) erwartet uns mit den Ruinen seiner geschichtsträchtigen Burg, seinem prächtigen Schloss im Renaissancestil und seinem unter Denkmalschutz stehenden Franziskanerkloster. In Hunedoara (Eisenmarkt) besichtigen wir das Hunyadi Schloss aus dem 14. Jhdt. Über Sebeş (Mühlbach) erreichen wir das mittelalterlich geprägte Sibiu, wo wir ausreichend Zeit zur freien Verfügung haben werden.

3. Tag: Zurück ins Mittelalter

Die winkeligen Gassen und alten Zunfthäuser von Sibiu (Hermannstadt) vermitteln den Eindruck, in einer alten deutschen Stadt zu sein. Alles gliedert sich um den Platz der Republik und die unmittelbar angrenzenden Plätze und Straßen. Rundgang: mittelalterliche Stadtmauern mit Türmen, altes Rathaus, Rathausturm, evangelische Kirche, Lügenbrücke, Brukenthal-Museum, Theresianum und Bischöfliches Palais. Wir fahren nach Biertan (Birthälm), dem Ort der schönsten Kirchenburg Siebenbürgens mit drei Wehrmauern, sechs Türmen und drei Toren, die auf steiler Anhöhe, mit herrlichem Weitblick über das umliegende Land, steht. Als Sitz des evangelischen Bischofs von Siebenbürgen spielte der Sakralbau eine wichtige Rolle und wurde aufwendig ausgestattet. In Sighişoara (Schäßburg), hoch über den Ufern der Târnava gelegen, bestimmen auf dem Burgberg Gotik, Renaissance, Barock und Historismus in seltener Geschlossenheit das Stadtbild. Das einzigartige historische Zentrum wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt (Dracula Haus, Stundturm, Museum etc.). Fahrt nach Braşov.

4. Tag: Sie fürchten sich vor Graf Dracula?

Besichtigungen in Braşov (Kronstadt): schwarze Kirche, Rathaus, „Karpatenhirsch“, Katharinentor, Weberbastei etc. Zeit zur freien Verfügung und weiter nach Prejmer (Tartlau) mit seiner Kreuzkirche im Zentrum der Kirchen-burg. Vom Deutschen Orden im 13. Jhdt. gegründet, wurde im 15. Jhdt. eine der stärksten Kirchenburgen Osteuropas errichtet. Der ungarische König Andreas II. verlieh 1211 das Burzenland dem Deutschen Ritterorden, der sich hier niederließ, Burgen baute, deutsche Siedler ins Land brachte und Dörfer gründete, darunter auch Hărman (Honigberg). Beeindruckend ist die ab etwa 1280 errichtete Kirchenburg, die eine Orgel von Johannes Prause birgt. Sie wurde nach romanischem Bauempfinden begonnen und mit gotischen Bauelementen vollendet. Eine Eigentümlichkeit der Kirche bilden die Vorratskammern, die sich wie Schwalbennester an das Mittelschiff schmiegen. Eventuell Ausflug nach Bran (Törzburg) und Besichtigung des legendären Schlosses von Graf Dracula.

5. Tag: Klingende Namen

Vorbei am Lacul Roşu („Roter See“), der durch einen Bergsturz entstanden ist, gelangen wir in die beeindruckende Bicaz-Schlucht, deren Steinwände viele hundert Meter hoch sind und im „Höllenschlund“ fast bis auf sechs Meter zusammenrücken. Das Kloster von Agapia wurde in den Jahren 1642 bis 1644 erbaut, den Erzengeln Michael und Gabriel geweiht und Mitte des 19. Jhdt. in ein Nonnenkloster umgewandelt. Innerhalb der Mauern des Klosters leben über fünfhundert Nonnen, die Felder bearbeiten, Gemüsegärten bestellen, Teppiche weben und Stickereien anfertigen, die das Kloster bekannt gemacht haben. Im 18. Jhdt. war es eine wahre Kopierschule für rumänische liturgische Manuskripte. Gura Humorului (Gura Humor) ist ein Ort im südlichen Teil der Bukowina, liegt an der Mündung des Flusses Humora in die Moldau. Ab dem 19. Jhdt. bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die damals multikulturelle Stadt von der deutschen und jüdischen Kultur geprägt.

6. Tag: Geschichte der Moldauklöster

Der heutige Tag ist dem Besuch der Moldauklöster gewidmet: Moldovița, 1532 errichtet, ist noch mit einer massiven Verteidigungsmauer umgeben. Bei den Außenfresken ist der „Baum Esaus“ besonders hervorzuheben. Sucevița ist das jüngste in der Reihe der moldauischen Verteidigungsklöster, die Außenwände der Kirche sind mit Fresken bedeckt. In Voroneț besuchen wir die „Sixtinische Kapelle“ des Ostens. Zurück nach Gura Humorului.

7. Tag: Die Tore von Maramures

In der Region Mara Muresch, bekannt wegen ihrer kunstvoll geschnitzten und mit Ornamenten versehenen Holz-bauten, kommen wir in Dörfer mit den schönsten Toren des Izatals. In Rozavlea, Barsana (Kloster) und Bogdan Voda erwarten uns einige dieser typischen Holzkirchen. Besuch des „lustigen Friedhofs“ von Sapința. Im Jahr 1935 schuf der Zimmermann Ion Stan Patras das erste Kreuz. Heute stehen dort über sechshundert blaue Grabkreuze mit kleinen Dächern. Sie sind geschnitzt, mit Szenen bunt bemalt und halten in Versen das Leben der Verstorbenen fest. Fahrt nach Baia Mare (Frauenbach), am Ausgang des Maramuresgebietes gelegen. Im 12. Jhdt. vom ungarischen König Geza II gegründet, weist die Stadt noch heute eine ungarische Minderheit auf.

8. Tag: Rückreise durch Ungarn

Heimfahrt über Nadlac und Szeged (Szegedin; Stadtspaziergang) nach Graz mit Ankunft um etwa 19.00 Uhr.

Urheber: E. S.
Urheber: E. S.
Urheber: E. S.
Urheber: E. S.

Route

Graz - Budapest - Arad - Deva - Hunedoara - Sibiu - Biertan - Sighisoara - Brasov - Prejmer - Harman - Bran - Lacu Rosu - Bicaz-Schlucht - Agapia - Gura Humorului - Moldovita - Sucevita - Voronet - Mara Muresch - Rozavlea - Barsana - Bogdan Voda - Sapinta - Baia Mare - Nadlac - Szeged - Graz