Südwestfrankreich

Im südwestlichen Frankreich, unweit der Grenze zu Spanien und am Rande der Pyrenäen, mit Narbonne und Toulouse als Metropolen, haben Geschichte und Kunst ihre Spuren über Jahrhunderte hinterlassen. Klöster, die Juwelen der romanischen Baukunst sind, geben sich ebenso wie die fast uneinnehmbaren Höhenburgen der Katharer und mittelalterliche Stadtbilder mit großartigen Kirchenbauten und Verteidigungsanlagen ein Stelldichein.

Termine & Details

Leistungen

  • Flüge mit Lufthansa
  • Flughafentaxen
  • Kerosinzuschlag
  • Halbpension in sehr guten Mittelklassehotels
  • Rundreise
  • LOGOS Reiseleitung
  • Extrakosten: Eintrittsgebühren

Unterwegs mit Ihrer Gruppe

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"Unmöglich - ist kein französisches Wort."
- Südfranzösische Redewendung -

Tagesplanung

1. Tag: Im Flug nach Frankreich

Abflug vormittags vom Flughafen Ihrer Wahl über München oder Frankfurt nach Toulouse mit Ankunft um 15.00 Uhr. Die Stadt bildet den kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt Südfrankreichs. Heute dominieren Airbus und die Studenten das Leben, früher war es der Glaube: So empfing die riesige romanische Pilgerkirche Saint-Sernin unzählige Gläubige, die dort die Reliquien von sechs Aposteln besuchten. Am Grab des Thomas von Aquin im ehemaligen Kloster Les Jacobins können wir darüber räsonieren, wie präsent die Lehren des Theologen heute noch sind. Fahrt nach Albi.

2. Tag: In den Albigenserzentren

Albi, von Römern gegründet, Zentrum der Albigenser, ist Sitz des Erzbischofs. Herz der Altstadt ist das Bischofsviertel, Stadtrundgang (Kathedrale St. Cécile, Palais de la Berbie etc.), Achtung: Im Bischofspalast sehen wir auch frivole Bilder von Henri de Toulouse-Lautrec, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Vorbei an Carcassonne nach Montréal und Fanjeaux, dem an Katharergeschichte so bedeutenden Ort. Hier gründete Dominikus ein erstes Kloster für die zum katholischen Glauben zurückgekehrten Katharerinnen. In Mirepoix führen schmale Gassen ins Zentrum, in dem meist zweigeschossige, mittelalterliche Fachwerkhäuser um den Place Général Leclerc stehen. Viele der Fachwerkbalken sind skulptiert mit gekrönten Häuptern, schönen Frauen, phantastischen Bestien... Wir erreichen Carcassonne, ebenso Albigenserzentrum. Die Römer befestigten den am Weg vom Atlantik zum Mittelmeer gelegenen Marktflecken und legten Wälle an. Wir werden die im mittelalterlichen Charakter unveränderte Altstadt mit Festungsanlagen, die Kathedrale, die doppeltürmige Porte Narbonnaise und die Porte d´Aude sehen.

3. Tag: Zisterziensisches Ebenmaß

Narbonne, erste römische Kolonie außerhalb Italiens. Durch die Stadt führte die Via Domitia, die Italien mit den spanischen Kolonien verband. Dieselbe kreuzte sich mit der Via Aquitania, die über Bordeaux zum Atlantik führte. Neben der Kathedrale Saint-Just-et-Saint-Pasteur sind die römischen Baureste  sehenswert, dazu gehören: das Römische Horreum: ein Kornspeicher, die Überreste der Via Domitia vor dem Rathaus und die Pont de Merchants: eine Häuserbrücke römischen Ursprungs. Zisterzienserkloster Fontfroide. Weltabgeschieden lebten die Mönche ihren Glauben in dieser Abtei. Ehrfürchtig durchschreiten wir ihre kargen Räume und begegnen dem Maß aller Kreuzgänge und Kapitelsäle. In Salses-le-Château sehen wir die Festung 1. Januar 2010 aus der frühen Neuzeit. Jahrhundertelang war das Roussillon eine umkämpfte Grenzregion. Die Besonderheit dieses Forts liegt darin, dass es den Übergang von der mittelalterlichen Burg zur neuzeitlichen Festung markiert. Touristisch gesehen ist Perpignan eine der beliebtesten Städte Frankreichs, was dem mediterranen Klima, der Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten sowie dem Kneipenviertel südöstlich der Altstadt zu verdanken ist.

4. Tag: Ein Tag im frühen Mittelalter

Fahrt zum Monastir del Camp. Karl der Große soll nach einem siegreichen Kampf gegen die Mauren den Bau des Klosters veranlasst haben. Weiter über Prades (Kirche Saint-Pierre mit einem der größten Barock-Retabel Frankreichs und mittelalterlichen Häusern im Ort) zur Abtei Saint-Michel-de-Cuxa, einem der ältesten Benediktinerklöster in den französischen Pyränen. Die Abtei Saint-Martin-du-Canigou liegt in 1094 Meter auf einem von steilen Felsabstürzen umgebenen Plateau. Sie ist nur über einen Fußweg zu erreichen. Die frühe romanische Kunst des Mittelmeerraumes tritt in Saint-Martin du Canigou, einer Gründung der Herren der Grafschaft Cerdana, erstmals in Erscheinung.  Deshalb zeigt dieser Bau noch alle typischen Merkmale des Experimentierens und Suchens. Von dort gelangen wir nach Mont-Louis, dessen Zitadelle und Stadtmauern zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Wir erreichen Andorra, den 1278 gegründeten größten unter den sechs europäischen Zwergstaaten. Es ist das einzige Land der Welt, in dem zwei ausländische Amtsträger zusammen die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen, der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich.

5. Tag: Abschied von den Bergen

Im Salon Noir der Bilderhöhle von Niaux bestaunen wir historische Graffiti mit Bisons, Steinböcken, Pferden, etc., weiter zum Berg Montségur, 1216 Meter hoch und am Nordhang der östlichen Pyrenäen. Auf seinem Gipfel erhebt sich die Ruine der bekanntesten Burg der Katharer, deren Erzählungen aufs engste mit der Legende vom heiligen Gral  verbunden sind, weiter nach Foix. Sehenswert sind die Burg des Grafen von Foix und die ehemalige Abteikirche Saint Volusien. Danach gelangen wir nach St. Lizier, das aus einer von galloromanischen Mauern umgebenen Oberstadt und der Unterstadt mit Kathedrale und Bischofspalast besteht. Über St. Bertrand de Comminges mit der Kathedrale Notre Dame, dem Forum und den Thermen erreichen wir Lourdes.

6. Tag: Maria ist die Straße zu Christus

Lourdes: Das Ereignis Lourdes sprengt alle diesseitigen Bewertungsversuche. Was Bernadette Soubirous widerfahren und auf sie zugekommen ist, war und bleibt so überwältigend, dass es mit schwachen menschlichen Worten wohl umschrieben, nicht aber voll und ganz beschrieben, ausgedeutet und ausgelebt werden kann. Weiter geht es über Lescar (Kathedrale) nach Pau. Vor allem das im Mittelalter erstmals erbaute Schloss im Zentrum der Altstadt wird unsere Aufmerksamkeit hervorrufen. Unser nächster Stopp ist in Oloron-Sainte-Marie mit der gleichnamigen Kirche. Wir freuen uns vor allem auf das gut erhaltenen romanischen Tor mit dem darüber thronenden Tympanon. Durch die Stadt führt die Via Tolosana, einer der französischen Teile des Jakobsweges. Danach gelangen wir über das malerisch an der Gave d`Oloron gelegenen Sauveterre nach Biarritz.

7. Tag: Das französische Baskenland

Kaiserin Eugénie ließ sich im bekannten See- und Heilbad Biarritz einen Palast bauen; schöne turm- und erker-verzierte Gebäude zeugen noch von dieser einstigen Bedeutung. Ein Spaziergang zeigt uns die prächtige Lage und den Reiz der Stadt. Wir sehen den Leuchtturm, bummeln am malerischen kleinen Fischerhafen, besuchen die Chapelle Impériale und ev. das Musée de la Mer. Im ehemaligen Fischerdorf Saint-Jean-de-Luz ist die baskische Architektur noch gut sichtbar. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind das Schloss Château d’Uturbie und die Kirche Saint-Jean Baptiste. Von hier aus geht es weiter nach Bayonne, wo sich die Kathedrale sowie die Kunstsammlung - Musée Bonnat und das baskische Museum für Geschichte und Kunst - Musée Basque befinden, Rückkehr nach Biarritz.

8. Tag: Abschied vom Baskenland

Fahrt nach Bilbao, der wichtigsten Industrie- und Hafenstadt des Baskenlandes. Wir besichtigen das Guggenheim Museum. Aufgrund seines außerordentlichen Baustils ist es eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir erkennen den regelmäßigen Grundriss der Stadt, sehen die achteckige Kirche San Nicolas, die Kathedrale mit dem Renaissanceportikus, die Plaza de Espana, die Prachtstraße Gran Via de López und die Plaza Moyua. Transfer zum Flughafen und Abflug am frühen Abend über Frankfurt zum Flughafen Ihrer Wahl.

Route

Abflug vom Flughafen Ihrer Wahl nach Tolouse; Rundreise: Tolouse - Montreal - Fonjeaux - Mirepaix - Carcassone - Narbonne - Fontfroide - Salses-le-Chateau - Perpignon - Monastir del Camp - Prades - Saint-Michel-de-Cuxa - Saint-Martin-du-Canigou - Mont-Louis - Andorra - Niaux - Montségur - Foix - St. Lizier - St. Bertrand de Comminges - Lourdes - Lescar - Pau - Oloron-Sainte-Marie - Sauveterre - Biarritz - Saint-Jean-de-Luz - Bayonne - Biarritz - Bilbao; Rückflug zum Flughafen Ihrer Wahl