Toskana mit Triest

Eneo Silvio Piccolomini, Erzbischof von Siena und Triest, Pfarrer von Ird-ning und späterer Papst Pius II hat als Sekretär Kaisers Friedrich III reichhaltige Spuren in der Steiermark hinterlassen. So auch seine Einschätzung des steirischen Weines und die Überzeugung, passierend auf seiner Tätigkeit in Irdning, daß der Grimming der höchste Berg der Steiermark sei. Die Aus-einandersetzung mit seinem Wirken, wie der vermittelten Eheschließung von Eleonore von Portugal mit Friedrich III und seine Gründungen in den Diözesen Triest und Siena, wie Pienza stellen einen Schwerpunkt dieser Reise dar.

Termine & Details

Leistungen

Luxusbus

Halbpension im 4*****Hotel 

landestypisches Abendessen im Rahmen der Halbpension

Olivenöl- und Weinverkostung

LOGOS Reiseleitung

LOGOS - Tipp

Viele behaupten, dass der Pecorino aus Pienza der beste der Toskana ist. Überzeugen Sie sich im nach Pius II genannten Heimatort von der Qualität des Schafkäses.

"Aeneam reiicite, Pium suscipite!" "Vergesst Aeneas, haltet euch an Pius!"
- Pius II nach seiner Wahl zum Papst -

Tagesplanung

1. Tag: Die Toskana erwartet uns

Abfahrt um 6.00 Uhr vom Grazer Hauptbahnhof über Marburg - Laibach nach Triest. Hier erwartet uns der im 14. Jahrhundert aus zwei bereits bestehenden Kapellen zusammengefasste Dom. Am Eingang werden wir durch die Büste Pius II an sein Wirken als Bischof von Triest erinnert. Spaziergang vom Dom zur Piazza dell’Unità d’Italia. Fahrt nach Siena, bekannt ob seiner Reiterspiele „Il Pálio“ und der braunen Farberde „Terra di Siena“. Von der berühmten muschelförmigen Piazza del Campo aus erschließt sich uns diese mittelalterliche Stadt (Piazza del Campo, Dom, Baptisterium, Palazzo Pubblico, Haus der Hl. Katharina) mit ihrer reichen Geschichte. Wir erleben das altertümliche Sena Julia, die Zeit der fränkischen Grafen, den Zwist zwischen guelfischem Florenz und dem ghibbellinischen Adel der Stadt sowie die Höhepunkte der Architektur und der Malerei des 13. und 14. Jahrhunderts.

2. Tag: mit Siena und Chianti

Heute widmen wir uns dem Schaffen Enos Silvios Piccolomini in seiner, zur zweiten Heimat geworden Stadt, Siena. Wir werden über seine Vermittlungen anläßlich der Hochzeit Eleonores von Portugal mit dem Österreicher und römischen Kaiser deutscher Nation, Friedrich III, am Stadttor (erste Begegnung Eleonores mit Friedrich III) und über sein Wirken als kaiserlicher Sekretär, Humanist, Universitätsprofessor und Erzbischof in der Piccolomini-Bibliothek Wesentliches erfahren. Fahrt entlang der Chianti- Weinstraße nach Castellina und Greve, wo Sie alle Spezialitäten der Tos­kana, ob in der Enoteca, einem der Spezialitätenläden oder einem Cafè, genießen können. Auch Impruneta, bekannt für seine hochqualitativen Töpferwaren und seinem sehens­werten Hauptplatz wird besucht.

3. Tag: Piusstadt Pienza und andere Kleinode

Fahrt durch die reizvolle Landschaft der Crete, aus deren Boden die rustikalen Terrakottaziegel gewonnen werden. Auf einem der Hügel liegt Montalcino, berühmt für seinen international beliebten Wein „Brunello di Montalcino“. In der Benediktinerabtei Oliveto Maggiore erfahren wir von den alten Methoden der Buchbindekunst, den Geheimnissen der Klosterapotheke und über das Leben des Ordensgründers in einem wunderbaren Freskenzyklus. Als Papst Pius II liess Eneo Silvio Piccolomini seinen Geburtsort von dem Florentiner Architekten Bernardo Rossellino zu einer idealen Renaissancestadt, der "Piusstadt" Pienza, umgestalten, deren monumentale Gebäude - Kathedrale, Palazzo Comunale, Palazzo Piccolomini, dazu die Palazzi anderer Kardinäle - mit der austarierten Homogenität der Architektur und Platzanlagen die Koordinaten der Neugründung bestimmen. Montepulciano, auf einem Hügel gelegen, der sich über die weiten Täler „Val d’Orcia“ und „Valle di Chiana“ erhebt, ist berühmt für seine Renaissancekunstwerke (Piazza Grande, Dom, Rathaus). Das Kloster Sant’Antimo lädt uns auch zum Besuch ein. Bei einer typisch italienischen Ölpresse können wir Olivenöl und Wein verkosten.

4. Tag: Rückkehr in die Vergangenheit

Wir besuchen San Gimignano, das „Italienischen Rothenburg“ oder „Manhattan des Mittelalters“ genannt, das mit seinen 13 Geschlechtertürmen ein malerisches Stadtbild bietet (Palazzo Comunale, La Collegiata, Torre dell´ Orologio). Die Kirchenschiffe des Domes sind mehrfarbige Meisterwerke, eine Mischung aus schwarzem und weißem Marmor und goldenen Akzenten. Es sind allerdings die Fresken, die jeden Besucher ins Staunen versetzen. Die Fresken des alten Testaments sind hauptsächlich Werke von Bartolo di Fredi, wobei konstant darüber diskutiert wird, wer die Künstler sind, die die Werke des neuen Testaments kreiert haben. Das berühmteste aller Werke ist Bartolos "Das jüngste Gericht" aus dem Jahre 1493. Allerdings sind hier ebenfalls Werke von Benozzo Gozzoli, Sebastiano Mainardi, Domenico Ghirlandaio und anderen Künstlern zu finden. In San Donato, einem lieblichen Dörfchen, werden wir beim Mittagsimbiss (fakultativ) landestypischentypische Produkte, aber auch die Weine der Region kredenzt bekommen. Die auf dem Hügel, wie eine Befestigung liegende Altstadt von Certaldo erreichen wir mit dem Schrägaufzug. Das Haus Giovanni Boccaccios, des Schöpfers des Dekamerone, und der Palazzo Vicariale, mit seiner für dieses Gebiet typischen abwechslungsreichen Geschichte erwarten uns.

5. Tag: Stadt des guten Geschmacks

Wir erreichen Ferrara, eine der berühmtesten Städte in der Poebene, mit seiner reichen und adeligen Vergangenheit. Stadtrundfahrt und Besichtigungen: Castello Estense, Piazza Savonarola, Kathedrale, San Francesco etc. Die dort im Jahre 1391 gegründete Universität ist eine der ältesten Europas. Ferrara, die Heimatstadt des lange als Ketzer geltenden Savonarolas, der spätestens unter Johannes Paul II durch die Einleitung des Seligsprechungsprozesses rehabilitiert wurde, ist im frühen Mittelalter entstanden und somit eine der wenigen italienischen Städte nichtrömischer Gründung. Fahrt über Padua - Udine - Venzone nach Pontebba. Wir sehen den spätgotischen Flügelaltar in der Kirche Santa Maria Maggiore, ein Meisterwerk Heinrichs aus Villach, dem wichtigsten Künstler des „Villachers Kreises“. Durch das Kanaltal über Villach - Klagenfurt - Pack nach Graz, Ankunft am Hauptbahnhof um ca. 20.00 Uhr.

Route

Graz - Klagenfurt - Villach - Udine Triest - Siena - Crete - Monte Oliveto Maggiore - Montalcino - Sant΄ Antimo - San Quirico - Pienza - Montepulciano - San Donato - San Gimignano - Certaldo - Castellina - Greve - Impruneta - Florenz - Ferrara - Pontebba - Klagenfurt - Graz